Unser Antrag
Kinder und Jugendliche sollen in Issum regelmäßig die Möglichkeit erhalten, ihre Ideen und Wünsche für die Gemeinde einzubringen. Deshalb beantragen wir, dass die Verwaltung jedes Jahr mindestens ein Beteiligungsprojekt für junge Menschen durchführt und die Ergebnisse anschließend den zuständigen Ausschüssen vorlegt.
Das schlagen wir vor
Die Verwaltung soll:
- Jährlich mindestens ein Beteiligungsprojekt für Kinder und Jugendliche organisieren.
- Geeignete externe Fachstellen und erfahrene Träger für Kinder- und Jugendbeteiligung prüfen.
- Bewährte Formate wie „Wünschestadt – Kinder entdecken ihre Kommune“, „Pimp My Heimat!“ oder vergleichbare Projekte berücksichtigen.
- Fördermöglichkeiten und Kooperationspartner einbeziehen.
- Vorhandene Strukturen in der Gemeinde nutzen.
- Dem zuständigen Ausschuss über Umsetzungsmöglichkeiten, Zeitplanung und mögliche Kosten berichten
Zum Hintergrund
Kinder und Jugendliche erleben ihre Gemeinde aus einer eigenen Perspektive. Ihre Ideen können wichtige Impulse für Schulen, Freizeitangebote, öffentliche Räume und das Gemeindeleben insgesamt geben. Gleichzeitig sind sie von vielen kommunalen Entscheidungen direkt betroffen. Beteiligung stärkt demokratische Kompetenzen, fördert die Verbundenheit mit dem Wohnort und hilft dabei, Entscheidungen stärker an den Bedürfnissen junger Menschen auszurichten.
Für die Beteiligung gibt es bereits erprobte Projekte. Das Format „Wünschestadt – Kinder entdecken ihre Kommune“ richtet sich an Kinder im Grundschulalter. Dabei erkunden Kinder ihre Gemeinde, benennen Stärken und Probleme und entwickeln eigene Ideen für Verbesserungen. Das Projekt wurde bereits in mehreren Kommunen am Niederrhein erfolgreich umgesetzt.
Das Projekt „Pimp My Heimat!“ richtet sich vor allem an Jugendliche. Gemeinsam mit Schulen, Vereinen, Politik und Verwaltung entwickeln sie Ideen für die Zukunft ihres Wohnortes. Themen können beispielsweise Freizeitangebote, Mobilität, Umwelt, Digitalisierung oder das Zusammenleben vor Ort sein. Die Schule Facettenreich hat bereits Interesse an einer Durchführung signalisiert, sodass auf bestehendes Engagement aufgebaut werden könnte.
Ein Beispiel aus der Gemeinde Bedburg-Hau zeigt, dass Kinder- und Jugendbeteiligung auch in kleineren Kommunen erfolgreich umgesetzt werden kann. Dort wurden junge Menschen aktiv an Fragen zur Verkehrssicherheit, zu Freizeitangeboten, Treffpunkten und zur Gestaltung öffentlicher Räume beteiligt. Die Ergebnisse wurden anschließend in politische Beratungen eingebracht.
Mit einzelnen, klar abgegrenzten Projekten kann Issum erste praktische Erfahrungen mit einer stärkeren Kinder- und Jugendbeteiligung sammeln, ohne sofort neue dauerhafte Strukturen schaffen zu müssen. Gleichzeitig werden demokratische Kompetenzen gefördert und die Identifikation junger Menschen mit ihrer Gemeinde gestärkt.
Den vollständigen Antrag mit allen Details und der ausführlichen Begründung können Sie im Originalantrag nachlesen.
