Neuer Vorstand, erste gemeinsame Aktion: Unsere Bäumebrauchen dich!

Ortsverband ruft in Issum zum gemeinsamen Bäumegießen auf

Bei der Mitgliederversammlung Ortsverbandes der Issumer Grünen am 8. August 2026 gab es einen Wechsel an der Spitze des Ortsverbandes: Helga Supplieth, die den Ortsverband bislang als Sprecherin vertreten hat, hat ihr Amt abgegeben. Als Musikerin ist sie mit zahlreichen Auftritten und musikalischen Verpflichtungen unterwegs und möchte deshalb künftig etwas mehr Zeit für diese Aufgabe haben.

Der Ortsverband bedankt sich herzlich bei Helga Supplieth für ihr Engagement und die Zeit, die sie in den vergangenen Jahren eingebracht hat. Helga Supplieth wird aber auch weiterhin die Issumer Grünen unterstützen. Gleichzeitig wurde mit Julia Bauermeister eine neue Sprecherin gewählt, die gemeinsam mit dem Vorstand die Arbeit des Ortsverbandes fortführen möchte. Julia Bauermeister wohnt seit 2013 auf dem Sickelshof in Issum. Am früheren Wohnort in der Nähe des Braunkohletagebaus Garzweiler hat sie die Folgen der fossilen Energiepolitik für die Menschen vor Ort, für die Natur, Tiere und Landwirtschaft erlebt. Daraus entstand ihr politisches Engagement für eine sozialverträgliche Energiewende. Julia ist seit Jahrzehnten im Natur-, Tier- und Umweltschutz und als Mitglied in Naturschutzverbänden engagiert und sachkundige Bürgerin im Jugend-, Sozial-, Kultur- und Seniorenausschuss der Gemeinde Issum. Zum Vorstand gehören neben Julia Bauermeister weiterhin Ingo Römer als Kassierer, Andrea Preuß als Beisitzerin und Frank Schulmeyer als Beisitzer.

Der neue Vorstand startet direkt mit einer konkreten Aktion für Issum. Die anhaltende Hitze und Trockenheit machen auch den Bäumen in Issum zu schaffen. Gerade junge Bäume sowie Bäume an Straßen und auf öffentlichen Flächen haben es in den heißen Sommermonaten schwer, ausreichend Wasser zu bekommen. Wie belastend die aktuelle Situation für Bäume ist, ist im Moment in aktuelle Beiträgen in allen Medien zu sehen, zu hören und zu lesen. Die Experten machen deutlich, wie belastend die derzeitigen Bedingungen für Bäume sind. Bei großer Hitze schließen Bäume ihre Blattöffnungen, um möglichst wenig Wasser zu verlieren. Gleichzeitig können sie dadurch weniger CO₂ aufnehmen und weniger Photosynthese betreiben. Ein von der Technischen Hochschule OWL befragter Experte bringt es auf den Punkt: Bäume „hungern und verdursten gleichzeitig“ Die Bäume stehen damit unter einem erheblichen Trockenstress. Auch wenn Schäden nicht immer sofort sichtbar sind, können längere Trockenperioden Bäume nachhaltig schwächen.

Die issumer Grünen möchten deshalb alle Issumerinnen und Issumer dazu aufrufen, einen Baum in ihrer Umgebung zu gießen. Dabei gilt: Lieber seltener und dafür richtig viel Wasser als jeden Tag ein bisschen. Am besten wird früh morgens oder am späten Abend gegossen. Dann sind die Temperaturen niedriger und weniger Wasser verdunstet direkt wieder. Je nach Größe des Baumes können 30, 50 oder sogar 100 Liter Wasser sinnvoll sein. Wichtig ist, das Wasser langsam auszubringen, damit es möglichst tief in den Boden eindringen und die Wurzeln erreichen kann. Vielleicht steht in der eigenen Straße ein Baum, der dringend Wasser benötigt. Zwei oder drei Nachbarn könnten sich zusammentun und die Aufgabe aufteilen: Einer gießt in dieser Woche, der nächste übernimmt in der kommenden Woche. So wird aus einer einzelnen Gießkanne schnell eine gemeinsame Aktion. Denn Bäume sind für unsere Gemeinde wichtig. Sie spenden Schatten, kühlen ihre Umgebung und tragen dazu bei, unsere Straßen und Plätze auch bei zunehmender Hitze lebenswert zu halten.

Der neue Vorstand des Ortsverbandes möchte mit dieser Aktion ein Zeichen setzen: „Wir wollen nicht nur über die Folgen des Klimawandels sprechen, sondern dort helfen, wo wir direkt etwas tun können – vor unserer eigenen Haustür.“, sagt Julia Bauermeister. „Vielleicht steht der nächste Baum, der unsere Hilfe braucht, schon wenige Meter entfernt. Gießkanne schnappen, Nachbarn ansprechen und los geht’s! Gemeinsam für unsere Bäume. Gemeinsam für Issum.“